Chiesa dei Santi Apostoli

Venedig - Chiesa Santi Apostoli




Santi Apostoli

Venedig - Chiesa Santi Apostoli

Campanile der Kirche



Die Chiesa S.S. Apostoli befindet sich im Stadtteil Cannaregio in Venedig. Sie liegt an einem kleinen aber dennoch schönen Platz - Campo S.S. Apostoli - mit einem empfehlenswerten Restaurant. Die von außen mit einer Backsteinfassade ummantelte Kirche sieht sehr schlicht aus. Über dem Eingangsportal befindet sich eine Inschrift in lateinischer Sprache. Seitlich des Eingangs in etwa 3 Meter Höhe befindet sich links und rechts jeweils Nischen, die in früheren Zeiten wahrscheinlich mit Heiligenstatuen (Apostel?) gekrönt waren.

 

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Chorapsis

Venedig - Chiesa Santi Apostoli

S.S. Apostoli


Beim eintreten in die etwas dunkel wirkende Kirche fällt der Blick auf eine wunderschöne Chorapsis. Durch zwei Fenster neben der Apsis dringen Sonnenstrahlen ein und tauchen den schönen Altar in ein geheimnisvolles Licht. Auch die wunderschön ausgemalte Decke wird durch die Sonnenstrahlen effektvoll beleuchtet. Die Kirche Santi Apostoli wurde im frühen 9. Jahrhundert gegründet und schon 1020 vollkommen erneuert. Der heutige Bau ist aus dem 16. Jahrhundert und der dazugehörige Campanile stammt aus dem 17. Jahrhundert. Der Innenraum besteht aus einem Langhaus mit doppelten Reihe von Säulen.


 

Venedig - Chiesa Santi Apostoli


Ein von Giambattista Tiepolo geschaffenes Gemälde (1748) befindet sich ebenfalls in der Kirche: die Kommunion der heiligen Lucia. Es wird als eines der schönsten Werke dieser Heiligen angesehen. Die von Tiepolo in verschiedenen Studien entwickelte ausgewogene Bildkomposition wurde 1753 in dem von Fabio Canal und Carlo Gaspari geschaffenen verschiedenen Gemälden u.a. der Apostelkommunion und der Verherrlichung der Eucharistie im Langhaus von S.S. Apostoli übernommen.


 

Capella Corner

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Die an der Südseite befindliche im Stil der Renaissance errichtete und mit Marmor dekorierte Capella Corner beinhaltet die Grablege der Familie Corner (Cornaro), deren Tochter Katharina Corner Königin von Zypern war und auch hier zuerst beerdigt wurde, bevor sie in die Kirche San Salvatore überführt wurde. Die Kuppel der Kapelle wird von vier frei aufgestellten Säulen getragen. Katharina Corner (Cornaro) wurde am 25. November 1454 in Venedig geboren. Caterina stammte aus der Familie des Dogen von Venedig Marco Corner. Sie war die älteste von fünf Töchtern des Patriziers Marco Cornaro und seiner Frau Fiorenza Crispo. Florenza war eine byzantinische Prinzessin und Enkelin des byzantinischen Kaisers Manuels III.

Katharina Corner war von 1474 bis 1489 die letzte Königin von Zypern. Zypern gehörte damals auch zum Einflussbereich der Venezianer. Sie verstarb am 10. Juli 1510 in Asolo, einer Kleinstadt mit Burg in Oberitalien.



 

Kunstwerke

Venedig - Chiesa Santi Apostoli

Eingangsportal


Der zweite Altar auf der rechten Seite enthält das Altarbild "Die Geburt der Jungfrau" aus dem Jahr 1599 von Giovanni Contarini. Weiterhin interessant sind die zwei Statuen "St. Peter und Paul" von Francesco Lazzari und "Das letzte Abendmahl" von Cesare da Conegliano aus dem Jahr 1583. Auch ein Gemälde von Paolo Veronese ist hier zu finden und ein marmornes Flachrelief des heiligen Sebastian von Tullio Lombardo. Die Decke im Kircheninneren von S.S. Apostoli ist mit Werken von Fabio Canal reich geschmückt- Kommunion der Apostel und der Triumph der Eucharistie. Der Glockenturm wurde 1672 fertiggestellt und von Andrea Tirali im achtzehnten Jahrhundert so verändert, wie er sich heute darstellt. Er ist schon von weitem klar erkennbar und kann gut als Orientierungshilfe in diesem Viertel (Cannaregio) dienen.


 

Grablege

Venedig - Chiesa Santi Apostoli

Fassade


Nur für eine kurze Zeit beherbergte die Kirche Santi Apostoli in Venedig das Grab des Künstlers Michelangelo, bevor es nach Florenz in die Basilika di Santa Croce verlegt wurde. In der Kirche finden sich weitere interessante Grablegen wie z.B. das Grab von Raffaele della Rovere (gest. 1521); Kardinal Bessarion (1403 - 1472); Graf Giraud de Caprières (gest. 1505); Kardinal Pietro Riario (gest. 1474) und Papst Clemenz XIV. (1769 - 1774). Clemens XIV., bürgerlich Lorenzo Ganganelli, wurde am 31. Oktober 1705 als Sohn des Gemeindearztes in Santarcangelo di Romagna bei Rimini geboren. Er verstarb in Rom am 22. September 1774. Seine Pontifikatszeit war von 1769 bis 1774. Er trat am 15. Mai 1723 bei den Minoriten in Mondaino ein und wählte in Erinnerung an seinen Vater den Ordensnamen Lorenzo. Danach legte er die Ordensgelübde ab.


 

Venedig - Chiesa Santi Apostoli

Detail am Campanile


Zwischen 1724 und 1728 arbeitete er in verschiedenen Ordenshäusern, in denen er Theologie studierte. Am 24. September 1759 wurde er zum Kardinal erhoben und erhielt als Titelkirche "S. Lorenzo in Panispema", die er später gegen "SS. Apostoli" tauschte. Am 21. Juli 1773 verordnete Clemens schließlich mit dem Breve ("per Brief" - nicht durch eine Bulle!) die Aufhebung des Jesuitenorden. Auf Druck der Herrscher Frankreichs, Spaniens, Portugals und Siziliens hatte er deren Willen nachgegeben und dem Orden jede Funktion und Verwaltung aberkannt. Ab März 1774 verschlechterte sich sein Gesundheitszustand rapide. Er starb am 24. September 1774. Zunächst wurde er im Petersdom beigesetzt, dann aber 1802 in seine Kardinal-Titelkirche "SS. Apostoli" überführt.


 

Weitere Kirchen in Venedig:



Fotos der Chiesa S.S. Apostoli



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